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Katzismus in der Werbung: Finger weg von wehrlosen Tieren!

Oft wird über Sexismus in der Werbung geschimpft. Zum Beispiel, wenn halbnackte Frauen ohne erkennbaren Zusammenhang zum Produkt abgebildet werden und lüstern dreinschauen. Das ist letztklassig und zielt auf primitive Instinkte ab. Es gibt nun einen weiteren Trend, bei dem die Werbung unsere Gefühle ausnutzt: den Katzismus.

Besonders Internet- und Technologiefirmen setzen auf katzistische Werbung: Sie soll ihr Produkt sympathischer machen. Auf den A1-Plakaten sitzt ein getigertes Tier am Modem und blickt zufrieden in die Kamera. Im TV-Spot von Apple fotografiert ein Mädchen mit ihrem iPhone ein Kätzchen unter dem Bett. Die Werber nutzen einen alte Weisheit aus dem Internet: Katzen machen alles niedlicher. Ich hoffe nur, dass die Politik das nicht erkennt. FPÖ-Inserate mit Heinz-Christian Strache und österreichischer Hauskatze auf dem Schoß, daneben eine ausländerfeindliche Parole. Finger weg von wehrlosen Tieren!

Beispiele für Katzismus in der Werbung:

Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Obiges Bild ist eine Fotomontage, die mit der “Grumpy Cat“-App erstellt wurde. 

Categories: Kolumne
Ingrid Brodnig:

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