Wo ist die nächste Steckdose?

Manchmal bin ich plötzlich – und ganz unschuldig – Schwarzfahrerin. Ich kaufe gerne per Handy mein Ticket für die Öffis. Das kostet ein SMS und 4,20 Euro pro Tag. Das Dilemma daran: Oft fällt mein Handy-Akku nachmittags oder abends aus. Dann stehe ich bei der Heimfahrt ohne digitalen Fahrschein da und fürchte mich vor Schwarzkapplern. An manchen Tagen telefoniere ich deswegen extra wenig oder checke E-Mails nur selten. So spart das iPhone Strom. Auch die New York Times hat den Ärger über schlechte Smartphone-Akkus erkannt und ein paar Tipps gegeben. Zum Beispiel kann man die Helligkeit des Bildschirms verringern oder E-Mails nicht mehr automatisch abrufen. Mir nützen diese Ideen nichts: Ich will nicht blind werden, nur weil ich einen dunklen Bildschirm anstarre, und möchte immer sofort wissen, wenn ein E-Mail eintrifft. Ich werde eine andere Strategie einschlagen und nehme nun immer ein Ladegerät mit. Jetzt muss ich nur noch die Steckdosen in der U-Bahn finden.

Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 11/10 veröffentlicht

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