Nicht noch eine Furzapplikation

Wir Konsumenten sind zu dumm, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Deswegen muss uns Apple beschützen und für uns entscheiden. Zumindest glaubt das Apple. Der Konzern bestimmt, welche Applikationen auf dem iPhone und iPad landen dürfen. Zu erotische oder zu politische Programme werden gelöscht. Jetzt hat das Unternehmen einen Leitfaden (PDF hier) veröffentlicht, nach welchen Kriterien es vorgeht. Die Kalifornier erklären etwa: „Wir brauchen nicht noch eine Furzapplikation.“ Da stimme ich zu: Programme, die Pupsgeräusche wiedergeben, sind das Allerletzte. Das heißt aber noch lange nicht, dass man die Konsumenten bevormunden muss. Wer digital einen fahren lassen will, soll das tun. Apple aber rümpft die Nase – auch gegenüber den Hobbyprogrammierern. Die sollen nicht erwarten, dass ihre selbstgebastelte Software aufs iPhone darf. Wie arrogant. Von wem wurde Apple einst gegründet? Von zwei Studienabbrechern, die in einer Garage an Computern herumbastelten.











Digitalia ist die wöchentliche IT-Kolumne des Falter. Diese Kolumne wurde in Ausgabe 37/10 veröffentlicht

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